Archäologische Forschung in Keschiktschidagh: Sechste Grabungskampagne startet
Nach Mitteilung des staatlichen Denkmalschutzdienstes Aserbaidschans bereitet das Schutzgebiet Keschiktschidagh die sechste Auflage des Projekts „Wissenschaftlich-archäologische Grabungen und Sommerschule in Keschiktschidagh" vor.

Sechste Grabungskampagne in Keschiktschidagh in Vorbereitung
Die vorangegangenen fünf Kampagnen wurden zwischen 2021 und 2025 unter Trägerschaft des Kulturministeriums durchgeführt; nach den vorliegenden Angaben konnten dabei Befunde aus der Mittel- und Spätbronzezeit sowie der frühen Eisenzeit geborgen werden. Die Ergebnisse seien in internationalen Medien dokumentiert worden.
Belegter Stand
Aus der Meldung gesichert hervorgehen Projekttitel, administrativer Rahmen, der Zeitraum 2021–2025 sowie die genannten Epochenzuweisungen. Stückzahlen, Profilschnitte, Planumsflächen oder stratigraphische Korrelationen sind aus dem vorliegenden Material nicht zu entnehmen. Ohne diese Daten bleibt der wissenschaftliche Ertrag der Grabungen quantitativ nicht überprüfbar; eine Einordnung in die überregionale Forschungsdiskussion lässt sich derzeit nicht vornehmen.
Vorbereitung der Freiwilligengruppe
Vor Beginn der sechsten Kampagne besuchte eine Jugendgruppe aus dem Kreis Aghstafa, zugeordnet der regionalen Jugend- und Sportverwaltung Gazakh-Tovuz, die Verwaltungsgebäude des Schutzgebiets. Im Ausstellungsraum wurden Materialproben vergangener Grabungen aus dem Hügelzug Keschiktschidagh präsentiert; anschließend wurden Videomaterialien früherer Sommerschulprojekte gezeigt. Den Teilnehmenden wurden nach Bericht die historische und kulturelle Bedeutung der Funde, deren chronologische Einordnung und geographische Verbreitung erläutert. In einem weiteren Programmpunkt standen Grabungsabläufe, Methoden der Befunddokumentation und wissenschaftliche Auswertung im Mittelpunkt. Abschließend fand ein Austausch über mögliche Tätigkeiten als Freiwillige im Rahmen der sechsten Projektphase statt. Konkrete Teilnehmerzahlen, Zeitpunkt und Dauer dieser Vorbereitungsveranstaltung sind aus der vorliegenden Quelle nicht beziffert.
Vergleichsfall Zehanpora
Parallel dazu berichten zwei Medien aus Kaschmir vom Beginn der zweiten Grabungsetappe an einem buddhistischen Fundplatz in Zehanpora. Nach Titelangabe wird der Platz auf ein Alter von rund 2000 Jahren datiert. Schichtaufbau, Befundlage, Grabungsstrategie und eingesetzte Dokumentationsverfahren sind aus den vorliegenden Meldungen nicht zu entnehmen; eine methodische Einordnung bleibt daher offen.
Worauf zu achten ist
Bei künftigen Veröffentlichungen aus dem Schutzgebiet Keschiktschidagh empfiehlt sich die gezielte Kontrolle dokumentierter Planumsflächen, Profilzeichnungen und quantifizierter Befundbeschreibungen. Erst auf dieser Grundlage lässt sich der Beitrag der laufenden Kampagne zur südwestasiatischen Bronze- und Eisenzeitforschung verlässlich einordnen. Für die eigene Arbeit im Weserbergland bleibt der Fall vor allem methodisch relevant: Sommerschulprojekte, Freiwilligenintegration und standardisierte Befundaufnahme sind Strukturen, die sich auch in regionalen Grabungen bewähren müssen. Ihre Übertragbarkeit hängt jedoch an der Qualität der jeweils veröffentlichten Primärdaten – ohne dokumentierte Profile bleibt jede Übertragung ins Leere.