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Geschichte im Weserbergland neu freigelegt

Meldung

Medin: Archaeological work does not end with excavation

Wie die montenegrinische Tageszeitung vijesti.me berichtet, war der Archäologie-Doktorand Dušan Medin aus Petrovac vom 26. bis 29.

Medin: Archaeological work does not end with excavation

Konferenz in Athen: Grabungsarbeit endet nicht mit dem Schnitt

August 2026 der einzige persönlich anwesende Vertreter Montenegros auf der Jahrestagung der European Association of Archaeologists (EAA) in Athen. Die Veranstaltung unter dem Titel "Resonant Pasts" wurde an der Philosophischen Fakultät der National and Kapodistrian University of Athens ausgerichtet und versammelte nach Angaben der Quelle mehrere tausend Archäologen und fachnahe Experten aus Europa und darüber hinaus. Medin, Geschäftsführer der Gesellschaft für Kulturentwicklung "Bauo" und Lehrbeauftragter an der Fakultät für Kultur und Tourismus der Universität "Donja Gorica", trat dabei in dreifacher Funktion auf: als Mitinitiator, Organisator und Moderator einer Fachsession, als Mitautor eines mündlichen Beitrags und als Mitautor eines Posters.

Re-Exkavation als methodischer Schwerpunkt

Die internationale Session trug den Titel "Re-excavating sites: developing approaches, visions and methodological insights". Sie wurde nach den Angaben von vijesti.me bereits mehrere Monate zuvor gemeinsam mit Vertretern der niederländischen Agentur EARTH Integrated Archaeology nominiert und organisiert. Inhaltlich befasste sich die Session mit archäologischen Fundplätzen, die über mehrere Jahrzehnte hinweg untersucht worden sind. Diskutiert wurden Veränderungen der Grabungsmethodik sowie Möglichkeiten der Nachuntersuchung bereits geborgener Daten mit modernen Theorien, Technologien und interdisziplinären Ansätzen. Als Vortragende traten Fachleute aus den Niederlanden, Großbritannien, Italien, den USA, Slowenien, Serbien und Montenegro auf. Medin habe in diesem Rahmen das archäologische Erbe von Budva vorgestellt und Budva damit nach eigener Einschätzung einen gleichberechtigten Platz neben anderen europäischen Grabungszentren verschafft.

Befunddokumentation als Pflichtprogramm

Für die praktische Arbeit in der Region ist weniger der Tagungsort entscheidend als die methodische Aussage, die Medin nach den Angaben von vijesti.me traf: Archäologische Arbeit ende nicht mit dem Aushub. Jeder Befund sei fachgerecht zu dokumentieren, zu schützen, zu untersuchen, zu publizieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies sei eine praktische und verpflichtende Etappe im archäologischen Arbeitsprozess. Auf ein Vorhaben im Weserbergland übertragen heißt das: Mit dem letzten Planum im Profil beginnt erst die nachgelagerte Phase. Tachymeter- oder GNSS-Vermessung, fotogrammetrische Erfassung der Befundoberflächen, stratigrafische Auswertung, Fundkatalogisierung und abschließende Publikation stehen an. Wer hier Personal, Gerät und Mittel von Anfang an einplant, vermeidet unkontrollierte Fundlager und Datenverlust. Die Session in Athen belegt laut vijesti.me einen Trend zur Wiederaufnahme älterer Grabungsflächen unter aktualisierter Fragestellung. Für laufende oder geplante Projekte in der Region lohnt sich daher der Blick auf den Tagungsband und die zugehörigen Proceedings der EAA.