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Geschichte im Weserbergland neu freigelegt

Archäologie & Grabungen

Keramikscherben aus dem Mittelalter: Bestimmungshilfe

Bei hochmittelalterlichen Keramikfunden im Weserbergland sind rund 75 Prozent der Stücke grau bis dunkelgrau gebrannt, etwa 25 Prozent hellgrau. Diese Verteilung ist ein Befund zur Brandführung, keine Datierungstabelle.

Keramikscherben aus dem Mittelalter: Bestimmungshilfe

Wer eine Scherbe allein wegen ihrer Farbe ins 13. Jahrhundert legt, erzeugt einen Zirkelschluss.

Mittelalterliche Keramik-Scherben im Weserbergland werden über ein Bündel von Merkmalen bestimmt: Magerung, Bruchbild, Härte, Porosität, Brennatmosphäre und Gefäßform. Erst die Kombination ergibt eine belastbare Ansprache. Bei Lesefunden fehlt meist der stratigraphische Zusammenhang; dann sinkt die Aussagekraft weiter. Eine Wandscherbe mit glatter grauer Oberfläche bleibt zunächst genau das: eine Wandscherbe.

Die Methode ist trotzdem brauchbar. Sie trennt grobe Warengruppen, grenzt Zeitstellungen ein und zeigt, ob ein Fundplatz eher an regionale Versorgungsräume, an eine Siedlungsphase oder an spätere Störungen anzuschließen ist. Für die mittelalterliche Archäologie im Solling ist das oft mehr wert als die vorschnelle Suche nach einer Werkstattzuweisung.

Der erste Arbeitsgang: Fundkontext und Erfassung

Vor der Scherbenanalyse steht die Funddokumentation. Bei einer regulären Grabung werden Fundnummer, Planum, Befundnummer, Tiefe und Koordinaten unmittelbar mitgeführt. Die Lage wird mit Tachymeter oder GNSS eingemessen; in dichter Befundlage gehören Profilzeichnung und Fotodokumentation dazu. Eine Keramikscherbe aus einer geschlossenen Grubenverfüllung hat einen anderen Quellenwert als dieselbe Scherbe aus dem Pflughorizont.

Bei archäologischen Oberflächenfunden im Weserbergland ist dieser Unterschied zentral. Der Pflug verlagert Material horizontal und vertikal. Scherbenschleier können auf ehemalige Hofstellen, Wege, Abfallzonen oder auf gedüngte Ackerflächen hinweisen. Sie sind nicht „nur Streufunde“. Gerade unscheinbare Wandungsscherben können die Ausdehnung historischer Landnutzung sichtbar machen, wenn sie systematisch kartiert werden.

Für die erste Aufnahme reicht ein klarer Satz von Angaben:

1. Fundlage und Fundart: Planumsfund, Befundfund, Lesefund oder Material aus einer gestörten Schicht. Bei Lesefunden müssen Flurstück, Koordinate und Oberflächenverhältnisse notiert werden.

2. Scherbenpartie: Rand, Wandung, Boden, Henkel oder Sonderform. Ränder tragen meist mehr typologische Information als Wandungsstücke.

3. Erhaltungszustand: Frischer oder verrundeter Bruch, Oberflächenabrieb, sekundäre Brandspuren, Kalkkrusten und moderne Beschädigungen werden getrennt beschrieben.

4. Maße: Wandungsstärke, Randstärke und bei erhaltener Krümmung der rekonstruierbare Randdurchmesser. Messwerte sind nachprüfbar; Begriffe wie „dickwandig“ allein sind es nicht.

5. Oberfläche und Bruch: Farbe außen, Farbe innen, Kernfarbe und Bruchstruktur werden getrennt erfasst. Eine einheitlich graue Scherbe ist etwas anderes als ein helles Stück mit dunklem Kern.

Die Oberfläche liefert einen Hinweis. Der Bruch zeigt meist mehr.

Die Fundreinigung muss zurückhaltend erfolgen. Lose Erde kann mit Wasser und weicher Bürste entfernt werden, sofern keine löslichen Auflagerungen oder empfindliche Bemalungsreste vorliegen. Anhaftungen, Rußzonen und Gebrauchsspuren dürfen nicht weggeschrubbt werden. Sie gehören zur Beobachtung, auch wenn sie keine unmittelbare Datierung ermöglichen.

Magerung und Brandführung: Das Material lesen

Ton allein wäre beim Trocknen und Brennen zu unberechenbar. Deshalb wurde der Masse Magerung zugesetzt oder vorhandene mineralische Bestandteile wurden gezielt genutzt. Im Weserbergland treten unter anderem Quarz, Sand, Schiefer und Kalkspat als sichtbare Komponenten auf. Bei feinsandig gemagerten Varianten können die Körner bis etwa 0,45 Millimeter erreichen. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Korn, sondern Verteilung, Dichte, Form und Zusammensetzung im gesamten Bruch.

Für die Ansprache wird die frische Bruchfläche unter Streiflicht betrachtet. Eine Handlupe ist dabei kein Zubehör, sondern Arbeitsmittel. Sie zeigt, ob Körner gerundet oder kantig sind, ob Glimmer auftritt, ob Hohlräume von ausgebrannten organischen Zuschlägen vorhanden sind und ob die Matrix dicht oder offen wirkt.

MerkmalWas am Fundstück geprüft wirdAussagegrenze
MagerungArt, Korngröße, Dichte und Verteilung der EinschlüsseErlaubt die Ansprache einer Warenart, ersetzt aber keine Werkstattanalyse
BruchbildDicht, körnig, schichtig, porös oder muscheligZeigt Verarbeitung und Brandqualität, jedoch keine automatische Datierung
KernfarbeGleichmäßig oder mit dunklem Kern und hellen RändernHinweis auf Sauerstoffführung und Brenndauer
OberflächenfarbeGrau, dunkelgrau, hellgrau, braun oder rötlichNur im Zusammenhang mit dem Bruch verwertbar
WandungsstärkeMessung an ungestörten PartienHilft bei Gefäßfunktion und Formansprache, ist allein nicht chronologisch
RandformLippenprofil, Ausbiegung, Durchmesser, VerdickungHäufig das wichtigste Merkmal für die typologische Einordnung

Ein reduzierender Brand entsteht bei begrenzter Sauerstoffzufuhr. Eisenverbindungen im Ton bleiben dann in einer Form, die den grauen bis dunklen Farbton begünstigt. Beim oxidierenden Brand wird die Ware eher hell, beige, braun oder rötlich. In der Praxis ist der Ofenverlauf jedoch selten ideal gleichmäßig. Daher kommen Stücke mit hellem Außenbereich und grauem Kern vor. Sie dokumentieren keine „Mischware“, sondern unterschiedliche Sauerstoffbedingungen während des Brandes.

Die Brandhärte wird nicht durch einen spektakulären Kratztest festgestellt. Eine Scherbe wird weder zerbrochen noch mit Metallwerkzeugen misshandelt. Bewertet werden Dichte, Bruchwiderstand, Klang nur mit Vorsicht und der Eindruck des Bruchs. Weiche, poröse Ware kann schlecht durchgebrannt sein; sie kann aber auch aus einer anderen Tonrezeptur stammen. Der Befund bleibt beschreibend, solange keine materialanalytische Untersuchung vorliegt.

Rand, Boden, Wandung: Welche Stücke wirklich weiterhelfen

Der Großteil eines Keramikensembles besteht fast immer aus Wandungsscherben. Das ist methodisch unerquicklich, aber normal. Sie liefern Aussagen zu Warenart und Verteilung, selten jedoch eine eng gefasste Gefäßform. Randscherben sind knapper und deshalb besonders relevant. Über Lippenform, Randneigung und Durchmesser lassen sich offene und geschlossene Gefäße unterscheiden; bei passenden Vergleichsserien kann die Form genauer eingeordnet werden.

Bei Kugeltopf-Scherben sind mehrere Merkmale zusammenzuführen. Die Bezeichnung darf nicht als Etikett für jede bauchige graue Scherbe dienen. Aussagekräftig sind:

  • ein Randstück mit erkennbar geschlossener Gefäßform und meist deutlich einziehender Mündung;
  • die Wandungskrümmung, soweit ein ausreichend großes Fragment vorliegt;
  • eine zur Gebrauchskeramik passende, häufig eher robuste Wandungsstärke;
  • die Warenart mit ihrer Magerung und Brandführung;
  • der Vergleich mit stratigraphisch sicher datierten regionalen Fundkomplexen.

Ein Bodenfragment kann ebenfalls nützlich sein. Standfläche, Bodendicke und Übergang zur Wandung unterscheiden sich je nach Gefäßtyp. Doch auch hier gilt: Ein kleines, abgeriebenes Stück trägt keine Gefäßrekonstruktion. Rekonstruktionen werden aus messbaren Fragmenten abgeleitet, nicht aus Wunschbildern.

Verzierung ist ein Zusatzmerkmal. Rillen, Wellenlinien, Eindrücke oder Auflagen sind zu dokumentieren, ohne daraus mehr abzulesen, als das Material trägt. Bei glasierten Stücken werden Glasurfarbe, Deckung, Blasen, Abrieb und Lage auf Innen- oder Außenseite getrennt angesprochen. Glasur kann auf Gebrauchsfunktion und Zeitstellung hinweisen, ist aber kein Ersatz für die formale Analyse.

Fredelsloh und Gottsbüren: Regionale Versorgung statt Ortsproduktion

Die Töpferzentren Fredelsloh im Solling und Gottsbüren im Reinhardswald prägten die Versorgung des weiteren Raums spätestens seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Für Fundplätze im Weserbergland ist diese regionale Struktur der richtige Ausgangspunkt. Nicht jede Keramikscherbe muss von weit her gekommen sein, aber die Nähe einer Siedlung zu einem Töpferort beweist ebenfalls keine lokale Herstellung.

Nienover zeigt die Lage klar. Die mittelalterliche Stadt bestand ungefähr von 1190 bis 1270. Ihre Gebrauchskeramik wurde überwiegend aus den etwa 15 bis 20 Kilometer entfernten Produktionsräumen um Fredelsloh und Gottsbüren bezogen. Eine eigene Keramikproduktion in Nienover ist nicht belegt. Das ist kein Randdetail: Es verändert die Interpretation des gesamten Fundmaterials. Die Stadt war Abnehmerin, nicht Produzentin.

Die Grabungen in der Altstadt Nienover zwischen 1996 und 2006 liefern dafür einen gut dokumentierten Vergleichsrahmen. Wenn eine Warenart dort in datierbaren Schichten auftritt, kann sie für andere Fundplätze im Solling als Referenz dienen. Der Schluss darf aber nur bis zur Ebene der plausiblen Vergleichbarkeit gehen. Eine optisch ähnliche graue Ware aus einem Oberflächenfund ist nicht automatisch Fredelsloher Erzeugnis.

Regional typisch ist nicht werkstattgleich.

Für eine belastbare Herkunftsbestimmung unverzierter Wandscherben reichen Auge und Lupe nicht aus. Hier wären petrographische Dünnschliffe oder eine Röntgenfluoreszenzanalyse erforderlich. Erst damit lassen sich mineralogische und chemische Muster mit Referenzmaterial vergleichen. Auch dann bleibt die Qualität der Vergleichsproben entscheidend. Die genaue Zusammensetzung aller frühmittelalterlich genutzten Tonlagerstätten im Solling ist nicht lückenlos bekannt.

Schmeessen: Keramik als Siedlungsindikator

Die Dorfwüstung Schmeessen im Solling zeigt, wie Keramik über die einzelne Scherbe hinaus arbeitet. Der Ort ist 1004 als Smitheredeshusun erstmals erwähnt worden. Bei der Grabungskampagne von 2005 wurden neben den Fundamenten einer romanischen Dorfkirche zahlreiche Keramikfragmente geborgen. Die Kirche wird in den Zeitraum von 1150 bis 1200 datiert; ihr Grundriss misst etwa 30 Meter mal 8,75 Meter. Für die Turmkapelle wurden 8,4 Meter mal 15,9 Meter erfasst.

Die Keramik belegt eine Besiedlung ab dem 8. Jahrhundert und einen Ausbau der Siedlung ab etwa 1200. Der Ort fiel im 15. Jahrhundert, nach den überlieferten Daten um 1447/1450, wüst. Diese Abfolge lässt sich nicht aus einer einzelnen Form lesen. Sie entsteht aus der Verbindung von Befunden, Bauphasen, Fundverteilungen und dem Keramikspektrum.

Gerade bei Wüstungen ist die räumliche Auswertung entscheidend. Material aus Hausstellen, Gruben, Kirchhofbereichen und Ackerzonen darf nicht in einen einzigen Fundtopf fallen. Eine Häufung grober Gebrauchskeramik an einer Fläche kann eine Nutzungszone markieren. Sie beweist nicht, dass dort ein Haus stand. Umgekehrt kann eine fundarme Zone durch Abtragung, Überpflügung oder begrenzte Grabungsfläche erklärt sein.

Die Keramik wird deshalb nach Befund und Schicht getrennt quantifiziert. Sinnvoll sind mindestens Stückzahl, Gewicht und Randzahl. Stückzahlen überbetonen stark fragmentierte Partien; Gewichte bevorzugen große, dickwandige Fragmente. Beide Werte zusammen machen die Verteilung lesbarer. Bei Randscherben kann zusätzlich die Mindestgefäßzahl abgeschätzt werden, sofern Randtypen und Durchmesser ausreichend erhalten sind.

Von grauer Gebrauchskeramik zur Weserware

Nicht jede mittelalterliche oder frühneuzeitliche Keramik des Weserraums gehört in dieselbe Materialgruppe. Die malhorndekorierte Weserware ist deutlich jünger als die hochmittelalterlichen grauen Gebrauchswaren. Ihre Hauptproduktionszeit liegt ungefähr zwischen 1570 und 1630. Sie gehört damit in die Renaissancezeit und muss bei einer ersten Fundansprache klar von mittelalterlichen Waren getrennt werden.

Der Unterschied liegt nicht nur in der Dekoration. Malhorndekorierte Ware besitzt ein anderes Erscheinungsbild, andere gestalterische Konventionen und einen anderen zeitlichen Kontext. Wer auf einem Fundplatz sowohl graue reduzierend gebrannte Ware als auch dekorierte Weserware findet, hat zunächst zwei Materialgruppen aus unterschiedlichen Phasen. Ob beide zum selben Nutzungshorizont gehören, entscheidet allein die Stratigraphie.

Das ist bei gestörten Schichten oft nicht mehr festzustellen. In Pflughorizonten, Hanglagen oder umgelagerten Aufschüttungen können Jahrhunderte nebeneinander liegen. Dann ist eine Fundmeldung mit „mittelalterlich bis frühneuzeitlich“ fachlich sauberer als eine künstlich präzise Datierung.

Die experimentelle Archäologie kann hier helfen, Herstellungsabläufe zu verstehen. In Fredelsloh wird die mittelalterliche Töpfertradition im KERAMIK.UM unter anderem mit einem rekonstruierten Töpferofen des 13. Jahrhunderts untersucht. Solche Brennversuche erklären, warum Farbe und Härte innerhalb eines Brandes variieren können. Sie ersetzen jedoch nicht die Analyse eines konkreten Fundstücks.

Was eine Bestimmung leisten kann – und was nicht

Eine sachgerechte Scherbenanalyse arbeitet in Stufen. Zuerst wird das Material beschrieben. Danach wird es mit regionalen Vergleichskomplexen abgeglichen. Erst am Ende steht eine Einordnung. Der Ablauf wirkt langsam, verhindert aber die häufigsten Fehler bei Bodenfunden aus Niedersachsen.

Eine brauchbare Fundansprache kann etwa so aussehen: „Wandungsscherbe, feinsandig gemagert, grauer reduzierender Brand, dichter Bruch, Oberfläche geglättet, hochmittelalterliche graue Irdenware; engere Datierung und Herkunft offen.“ Das ist keine Ausweichformulierung. Es ist ein Ergebnis mit klarer Reichweite.

Nicht zulässig wäre dagegen: „Kugeltopf aus Fredelsloh, um 1200“, wenn weder Randform noch Befundzusammenhang noch materialanalytischer Vergleich vorliegen. Die Scherbe mag in dieses Bild passen. Sie beweist es nicht.

Bei einer Fundbearbeitung im Weserbergland sollte daher folgende Reihenfolge eingehalten werden:

1. Fundort und Fundlage sichern, bevor das Stück gereinigt oder mit anderen Funden vermischt wird.

2. Scherbenpartie, Maße, Oberflächen- und Bruchmerkmale erfassen.

3. Magerung und Brandatmosphäre mit Lupe und Streiflicht beschreiben.

4. Ränder, Böden und verzierte Stücke getrennt vorlegen oder bearbeiten.

5. Mit regionalen Fundkomplexen wie Nienover und Schmeessen vergleichen, ohne deren Datierung mechanisch zu übertragen.

6. Bei Herkunftsfragen oder problematischen Warengruppen naturwissenschaftliche Verfahren einplanen.

Der Befund bleibt der Maßstab. Eine sauber eingemessene, stratigraphisch geborgene Wandscherbe kann mehr aussagen als ein dekoratives Einzelstück ohne Fundort. Mittelalterliche Keramik im Weserbergland ist kein Selbstläufer der Typologie. Sie ist ein Materialarchiv, das nur dann zuverlässig wird, wenn Fundlage, Masse, Brand und Form gemeinsam gelesen werden.

Häufige Fragen

Kann ich das Alter einer Scherbe allein an ihrer Farbe bestimmen?
Nein, die Farbe ist ein Befund zur Brandführung und keine Datierungstabelle. Eine Scherbe allein aufgrund ihrer Farbe in ein bestimmtes Jahrhundert zu datieren, führt zu einem Zirkelschluss.
Wie reinige ich gefundene Keramikscherben richtig?
Die Reinigung sollte zurückhaltend mit Wasser und einer weichen Bürste erfolgen. Anhaftungen, Rußzonen und Gebrauchsspuren dürfen dabei nicht entfernt werden, da sie wichtige Informationen für die Analyse liefern.
Warum sind Randscherben für die Bestimmung wertvoller als Wandungsscherben?
Randscherben liefern durch Lippenform, Randneigung und Durchmesser wichtige Informationen zur Gefäßform und ermöglichen eine genauere typologische Einordnung, während Wandungsscherben meist nur Aussagen zur Warenart erlauben.
Wie unterscheide ich mittelalterliche Keramik von jüngerer Weserware?
Die malhorndekorierte Weserware stammt aus der Renaissancezeit (ca. 1570 bis 1630) und unterscheidet sich durch ihre Dekoration, ihr Erscheinungsbild und ihre gestalterischen Konventionen deutlich von der hochmittelalterlichen grauen Gebrauchskeramik.
Reicht eine Lupe aus, um die Herkunft einer Scherbe zu bestimmen?
Nein, für eine belastbare Herkunftsbestimmung unverzierter Scherben reichen Auge und Lupe nicht aus. Hierfür wären petrographische Dünnschliffe oder eine Röntgenfluoreszenzanalyse erforderlich.